Zentrum für Translationswissenschaft mehrfach beim Translating Europe Forum 2017 vertreten

07.11.2017

Das Translating Europe Forum ist eine alljährliche Veranstaltung der Europäischen Kommission, die ÜbersetzerInnen, DolmetscherInnen, Universitäten und Sprachindustrie zusammenbringt, um aktuelle Themen im Bereich Übersetzen und Dolmetschen zu diskutieren.

Das Zentrum für Translationswissenschaft war gleich mehrfach beim Translating Europe Forum 2017 vertreten:

Alexandra Krause, ZTW-Vertreterin des European Master's in Translation-Programms (EMT), Mitglied des EMT-Board, Lehrende am Zentrum für Translationswissenschaft und ehemalige Studienprogrammleiterin sprach in der Podiumsdiskussion "New Professional Profiles in the Language Industry" am 6. November 2017 über die zukünftigen Herausforderungen im Beruf und jene Kompetenzen, die MasterabsolventInnen von Translationsfakultäten in Zukunft mitbringen müssen, um am Markt bestehen zu können.

Sarah Reuter, Studentin im Masterstudium am ZTW war mit einem Poster zu Ihrer Masterarbeit "Online platforms for translation services as a new working environment for translators" bei der Posterpräsentation am 6. November vertreten.

Joana Philippa Brandtner, Studienassistentin am ZTW, hat als studentische Vertreterin des ZTW an einem simulierten Einstellungsinterview mit einem Vertreter von LIND, der Arbeitsgruppe der Language Industry innerhalb der Generaldirektion Übersetzen der Kommission teilgenommen.

Auch das Forschungsprojekt eTransFair, das sich mit der Modernisierung der FachübersetzerInnen-Ausbildung beschäftigt und an dem das Zentrum für Translationswissenschaft beteiligt ist, war mit zwei DiskutantInnen vertreten. Das Projekt eTransFair wurde im Panel "Translation Stakeholders (Re)Shaping the Market" vorgestellt. Die Anforderungen des Markts an professionelle ÜbersetzerInnen, die auch ein Schwerpunkt im eTransFair-Projekt sind, wurden in der Podiumsdiskussion "New Professional Profiles in the Language Industry" von einem eTransFair-Verteter, der selbst ein Übersetzungsunternehmen leitet, thematisiert.

Neben den aktiven Vortragenden und DiskutantInnen gab es auch einige MitarbeiterInnen und Studierende des ZTW im Publikum des Translating Europe Forums 2017. Außerdem konnten Angehörige des ZTW die Veranstaltung per Live-Stream online mitverfolgen.

Die nächste Möglichkeit am TEF (Translating Europe Forum) vor Ort oder online teilzunehmen, gibt es wieder im November 2018.

Die akademischen Ausbildungsziele der Translationsfakultäten und der Berufsalltag seien nicht so weit voneinander entfernt, wie manchmal dargestellt, erklärt Alexandra Krause, ZTW-Vertreterin des European Masters‘ in Translation-Programmes (EMT) beim Translating Europe Forum 2017. Das gemeinsame Ziel sei es, Studierende auf den Berufsalltag vorzubereiten und ihnen die bestmöglichen Chancen zu eröffnen.
Das Projekt eTransFair, an dem auch das Zentrum für Translationswissenschaft mitwirkt, wurde ebenfalls im Rahmen des Translating Europe Forums 2017 präsentiert. Die Projektergebnisse wurden von Csilla Szabó, einer Vertreterin des ungarischen Projektpartners an Hand einer Metapher aufgelistet: Das Kompetenzprofil von FachübersetzerInnen und das übertragbare Ausbildungsmodell sind das Skelett, an dem die Muskeln - die sogenannten e-Module, das Methodenrepertoire und die Beurteilungsmaterialien - ansetzen und durch Richtlinien zur Nutzung und das Europäische Zentrum für FachübersetzerInnen-Ausbildung ergänzt und letztlich gelebt wird.
Um ein guter Übersetzer bzw. eine gute Übersetzerin zu werden, braucht es Zeit: mindestens zwei Jahre Erfahrungsammeln in einem Übersetzungsunternehmen, meint Juan José Arevalillo, Vertreter des Projekts eTransFair, an dem auch das ZTW beteiligt ist. Außerdem schätzt er Bescheidenheit bei ÜbersetzerInnen und erklärt aus Unternehmersicht, dass BewerberInnen wegen ihrer Fähigkeiten als ÜbersetzerInnen eingestellt, aber wegen ihrer (falschen) Einstellung häufig auch wieder gekündigt würden.