Preisverleihung: Eugen Wüster-Preis an Gerhard Budin

31.10.2018

Professor Gerhard Budin wird der Preis für hervorragende Leistungen im Bereich Terminologie am 16. November verliehen.

Der Eugen Wüster-Preis ist nach Eugen Wüster, dem Begründer der Terminologiewissenschaft benannt.

Der Eugen Wüster-Preis wird alle drei Jahre für besondere Leistungen im Bereich der Terminologie von Infoterm (Internationales Informationszentrum für Terminologie) vergeben. 2018 geht der Eugen Wüster-Preis an Gerhard Budin, Professor am Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien. Gerhard Budin ist damit der 13. Preisträger.

Alle Angehörigen des ZTW sind herzlich zur Verleihung des Eugen Wüster-Preises an Professor Gerhard Budin eingeladen.

Datum: Freitag, 16. November 2018, 16-18 Uhr

Ort: Kleiner Festsaal der Universität Wien (Universitätsring 1, 1010 Wien)

Programm

Über den Preisträger:

Gerhard Budin studierte Übersetzungswissenschaft (Sponsion 1985) und Sprachwissenschaft (Promotion 1988) an der Universität Wien. Ab Oktober 1989 unterrichtete er ebendort am Institut für Wissen-schaftstheorie und Wissenschafts-forschung sowie am Institut für Übersetzer- und Dolmetscherausbildung zuerst als Lehrbeauftragter, ab 1. Jänner 1997 nach der Verleihung der Venia Legendi als Univer-sitätsdozent. Seit 1. Jänner 2005 ist er Universitätsprofessor für Translatorische Terminologiewissenschaft und Übersetzungstechno-logien am heutigen Zentrum für Translationswissenschaft.
Im Jahr 2010 wurde Gerhard Budin Direktor eines neu gegründe-ten Instituts für Corpuslinguistik und Texttechnologien an der Öster-reichischen Akademie der Wissenschaften – eine Funktion, die er bis Ende 2013 wahrnahm. Aus diesem Institut entstand das heute erfolg-reich tätige Austrian Center for Digital Humanities. 2011 wurde Gerhard Budin zum Mitglied (k.M.i.I) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt.
Die Interaktion zwischen Theorie und Praxis, zwischen Forschung und der Anwendung ihrer Ergebnisse, war Gerhard Budin stets ein großes Anliegen. Ab 1985 war er freier Mitarbeiter von Infoterm, dem Internationalen Informationszentrum für Terminologie, von 1990 bis 1996 dort auch als wissenschaftlicher Referent für nationale und internationale Normungsvorhaben im Bereich der Terminologie im Österreichischen Normungsinstitut tätig.
Zahllose Vorträge, Kurse und – ab den späten 1990er Jahren – Gastprofessuren führten Gerhard Budin seit jeher in alle Welt. Ebenso international ist seine Publikations- und Forschungstätigkeit mit dem Schwerpunkt auf anwendungsorientierte, drittmittelfinanzierte, inter-disziplinäre und kooperative Forschung. Viele Studierende haben unter seiner akademischen Führung erfolgreich graduiert.

 

Über Eugen Wüster:

Eugen Wüster wurde 1898 in Österreich geboren und war ausgebildeter Elektrotechniker, der sich für Esperanto und die dazugehörige Terminologie begeisterte. Seine Dissertation „Internationale Sprachnormung in der Technik, besonders in der Elektrotechnik“ (Berlin 1931) wird als Grundlagenwerk der Terminologiewissenschaft wahrgenommen. Er prägte die Grundsätze der Terminologienormung und leistete einen wesentlichen Beitrag zum Wissensmanagement.

Außerdem wurde aufgrund seiner Arbeiten zur technischen Verständigung im Jahr 1936 der Ausschuss Nr.  37 für Terminologienormung bei der Vorläuferorganisation der heutigen ISO (International Organization for Standardization) eingerichtet. Nachdem Eugen Wüster an der Universität Wien unterrichtete, befindet sich hier auch das Eugen-Wüster-Archiv.