Abgeschlossene Forschungsprojekte

Das Zentrum für Translationswissenschaft war Leiter oder Forschungspartner in folgenden Projekten:

DynamOnt

Methodologie für Dynamische Erzeugung von Ontologien

Projektlaufzeit: Jänner 2005 bis Juni 2007

Forschungsbereich: Wissenstechnologien

Beschreibung: Ziel von DynamOnt ist die Entwicklung einer Methodik zur Erstellung dynamischer Ontologien. Diese soll in einem kollaborativen Hypertext-Umfeld die effiziente Nutzung von Information ermöglichen.

Eine der größten Herausforderungen für die organisations- und disziplinübergreifende Zusammenarbeit mittels Wissensplattformen ist es, ein gemeinsames Verständnis über die geteilten Informationen zu erzielen. Ontologien unterstützen diesen Prozess, indem sie die Semantik der Informationen auf systematisierte Weise festhalten. 

Es fehlt an geeigneten Methoden oder Werkzeugen, die die Erstellung und dynamische Weiterentwicklung von Ontologien ermöglichen, mit denen nicht nur OntologieexpertInnen arbeiten können. 

Das Forschungsprojekt DynamOnt setzt sich zum Ziel, den für diese Problemstellung erforderlichen Prozess zu modellieren und für jeden Prozessschritt unterstützende Methoden zur Verfügung zu stellen. Insbesondere soll dadurch die kollaborative Entwicklung interdisziplinärer Wissensstrukturen erleichtert werden. Zur Erstellung und dynamischen Weiterentwicklung von Ontologien wird auf das bestehende, sehr heterogene Wissen in den Organisationen zurückgegriffen. Dies betrifft zum einen umfassende Datenbestände (Textbestände), die einzubinden sind, zum anderen existierende Glossare, Thesauri und Ontologien.

Förderung: FIT-IT

Projektleitung: A Min Tjoa

Kooperation/Partner: factline Webservices GmbH, FAW Hagenberg, Johannes Kepler Universität Linz, Pro-Com-Strasser, Technische Universität Wien, Universität Wien

Websitehttp://dynamont.factlink.net

ELACOM

E-Learning for Acquiring Multilingual and Cross-cultural Communication Competences

Projektleitung: Gerhard Budin, Zentrum für Translationswissenschaft

Projektlaufzeit: Jänner 2006 bis September 2007 

Kurzbeschreibung:
Ziel des Projekts ELACOM (E-Learning for Acquiring Multilingual and Cross-cultural Communication Competences) ist die Weiterentwicklung und Umsetzung einer eLearning-Strategie für die Studieneingangsphase des BA Studiums „Transkulturelle Kommunikation“ am Zentrum für Translationswissenschaft. 

Die fachspezifischen Kompetenzen, die insbesondere in der Studieneingangsphase aber auch darüber hinaus von den Studierenden zu erwerben sind, reichen von Sprachkompetenzen in der Mutter- bzw. Bildungssprache sowie in zwei Fremdsprachen über interkulturelle Kompetenzen im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen hin zu Basiswissen im Bereich translatorischer Handlungsalternativen und Methoden, Berufsprofilen im Bereich der internationalen Kommunikation, Terminologie und Lexikografie, Recherchemethoden und „digital literacy“. 

Diese Medienkompetenz ist ein wesentlicher Aspekt in der Ausbildung und späteren Berufsausübung. Die Gesamtkonzeption dieser zu erwerbenden Kompetenzen ist in der Curriculumsplanung des BA-Studiums verankert. Im Rahmen der Umsetzung des Curriculums findet die Spezifizierung dieser Kompetenzen für jede Art von Lehrveranstaltung bzw. für jede einzelne Lehrveranstaltung statt. Dies ist Grundlage und Ausgangspunkt für die mediendidaktische Konzeption und Umsetzung auf der universitätsweiten Lernplattform sowohl auf der Ebene der Curriculumsentwicklung bzw. -optimierung wie auch auf der Ebene der einzelnen Lehrveranstaltungen. 

Ein wesentlicher Aspekt des fachspezifischen eLearning-Konzepts für ELACOM ist die intensive und zielgerichtete Nutzung von digitalen Sprachressourcen, die im Medienlabor des Zentrums für die Nutzung durch die Studierenden verfügbar gehalten werden. Ein wichtiger Teilbereich des Projekts ist „TransDaF“, also die Integration neuer Lehrmethoden für Deutsch als Fremdsprache in die translatorische Basisausbildung.

EUcert

EU Certificates

Kurzbeschreibung:

Ziel des EUcert-Projekts war die Gründung einer EU Certificates Association, die mit Unterstützung von Bildungs- und Fortbildungseinrichtungen aus 18 europäischen Ländern Qualitätskriterien und ein gemeinsames Zertifizierungsregelwerk festlegen, die im Zuge des lebenslangen Lernens im Informations- und Dienstleistungssektor zur Anwendung kommen.

Das Ergebnis waren ein europaweit einheitliches Curriculum und Qualifikationen, ein Fragenkatalog für Prüfungen und computerisierte Prüfungssysteme, einheitliche Zertifizierungsniveaus und ein einheitlicher Zertifizierungsprozess.

Die EU Certificates Association ist ein Netzwerk für Innovation und Bildung und umfasst eine Reihe von Berufen in Europa, die dieselben Qualitäts- und Zertifizierungskriterien auf der Grundlage des europäischen Qualifikationsrahmens anwenden sowie eine Online-Lernplattform für die Fortbildungsorganisationen in 14 europäischen Ländern.

Förderung: EQN Leonardo

Websitewww.eu-certificates.org

LIRICS

Linguistic Infrastructure for Interoperable Resources and Systems

Förderung: eContent Programm No. 22236

Kurzbeschreibung:

Ziel des Projekts ist es, eine Reihe von internationalen Normen und Spezifikationen für sprachliche Infrastrukturen der mehrsprachigen Informationsgesellschaft zu schaffen. Diese Normen werden in enger Kooperation mit Unternehmen und Organisationen der sogenannten Sprachindustrie erstellt und im Rahmen der internationalen Normenorganisation ISO zu offiziellen Standards weiterentwickelt.  

Bei sprachtechnologischen Normen geht es zum Beispiel um Repräsentationsmodelle für lexikalische und syntaktische Informationen, Wortsegmentierung, semantische Annotationen, etc. 

Websitehttp://lirics.loria.fr

LISE

Legal Language Interoperability Services

Projektlaufzeit:  bis Juli 2013

Kurzbeschreibung:

Partner: Universität Wien, CrossLang, Esteam AB, EURAC, Parlamentsdirektion des österreichischen Parlaments

Förderung: European Community (ICT-PSP 4th call), Nr. 270917

Websitehttp://www.lise-termservices.eu

MeLLANGE

Multilingual eLearning in LANGuage Engineering

Projektlaufzeit: 2004 bis 2007

Kurzbeschreibung:

Das MeLLANGE-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Ausbildung von ÜbersetzerInnen und anderen SprachexpertenInnen den neuen Herausforderungen anzupassen, die die Globalisierung mit sich bringt. Im Zuge der Globalisierung wächst die Kommunikation über Sprachgrenzen hinweg und damit auch der Bedarf an interkulturellem Management von Sprachdaten. Auf dem Arbeitsmarkt steigt die Nachfrage nach SprachexpertInnen mit neuen Fähigkeiten und Kompetenzen, vor allem im Management von Sprachdaten, Lokalisierung, Übersetzungstechnologien, und Terminologie.

Zwei Zielgruppen sollen durch das Projekt erreicht werden: 

  • Studierende, die sich auf einen Sprachenberuf vorbereiten 
  • SprachexpertInnen im aktiven Berufsleben wie Übersetzerinnen, technische Redakteurinnen, Experten für Sprachdaten, Lokalisierer. Diese können ihre Kompetenzen und Fähigkeiten angesichts der ständig neu entstehenden und sich wandelnden europäischen Märkte erweitern und auf den neuesten Stand bringen. 

MELLANGE ermöglicht es diesem Personenkreis, sich Europas reiche kulturelle und sprachliche Vielfalt zunutze zu machen, von dem korpusbasierten Lernmaterial direkt aus dem wahren Leben zu profitieren und sich selbst mit Hilfe spezialisierter Module ein individualisiertes Trainingsprogramm zusammenzustellen. Die IKT-Daten und das Lernmaterial werden die Ressourcenknappheit in diesem Bereich ausgleichen und eine Brücke zwischen Ausbildung und Arbeitsmarkt bauen. Die modulare Struktur des Angebots ermöglicht es den Sprachexperten, nach dem Baukastenprinzip die spezifischen Module für sich auszuwählen, die für sie geeignet sind.

Ein primäres Ziel von MeLLANGE besteht in der Ausarbeitung einer Methodologie zur gemeinsamen Entwicklung korpusbasierter Lehrinhalte zu den Themen Translation, Management von Sprachdaten und Sprachtechnologie. Mit Blick auf die europäische Bildungspolitik ist ein weiteres Ziel, im Rahmen des Bologna-Prozesses einen europäischen Masterstudiengang zum Fachübersetzen und für Übersetzungstechnologien zu erarbeiten und umzusetzen, um so zur Mobilität von Studierenden und Fachkräften innerhalb der Europäischen Gemeinschaft in der Sprachindustrie beizutragen.

Konkret stellt sich MeLLANGE folgende Aufgaben: 

  • Wiederverwendung und Bearbeitung bereits vorhandener Daten, wie beispielsweise multilingualer Parallelkorpora und Lernerkorpora aus der Übersetzerausbildung, für die Ausbildung in interkulturellem Sprachdatenmanagement. Daraus entsteht unbearbeitetes korpusbasiertes Lernmaterial für Übersetzungslehrende sowie für Online-Kurse. 
  • Entwicklung von interaktiven und kollaborativen Lerninhalten (Kursen), die online verfügbar sind. Mit diesem Ziel verfolgt das Projekt einen neuartigen Ansatz in der Ausbildung von Übersetzerinnen und Sprachdatenmanagern. 

Websitehttp://mellange.eila.univ-paris-diderot.fr/

MGRM

Multilinguales und Multimedia-Glossar für Risikomanagement

Projektlaufzeit: 2004 bis 2008

Kurzbeschreibung:

Das Multilinguale und Multimedia-Glossar für Risikomanagement ist ein Werkzeug, das die Fachkommunikation im Bereich Risikomanagement unterstützt.

Förderung: 6. Rahmenprogramm der Europäischen Union, IST  FP6-511481

Websitehttp://mgrm.univie.ac.at

ODS

Open Discovery Space

Projektlaufzeit: 2012 bis 2015 (36 Monate)

Kurzbeschreibung: Im Projekt Open Discovery Space wird ein mehrsprachiges Online-Portal für Lehrende entwickelt.

Das Portal bietet den Lehrenden: 

  • Unterrichtsmaterialien
  • Erwerb von digitaler Kompetenz 
  • Kennenlernen und Anwenden von pädagogischen Konzepten
  • Mitgestalten innovativer pädagogischer Praxis
  • Fachlichen und kulturellen Austausch mit KollegInnen in Europa bei nationalen und internationalen Fortbildungen 
  • Teilnahme in der ODS-Community von 2000 Schulen in Europa

Websitewww.opendiscoveryspace.eu

Facebookhttp://www.facebook.com/opendiscoveryspace.eu

Förderung: CIP-ICT-PSP-2011-5, CIP-Pilot actions, Nr. 297229

PRO-MULTILINGUA

PRO-MULTILINGUA

Projektlaufzeit: November 2008 bis Oktober 2010

Kurzbeschreibung:
Die große Herausforderung für das heutige erweiterte Europa besteht darin, neue Tools bereit zu stellen, die Verständnis und Kenntnis der jeweiligen Sprachen und Kulturen in Europa verbessern. Dies ist  sowohl im weiteren Sinn als auch im engeren Sinn zu verstehen, nämlich dann wenn es Unternehmenskulturen und –sprachen geht. Ein verbessertes gegenseitiges Verstehen der jeweils anderen Sprachen und Kulturen fördert wirtschaftliche und menschliche Kontakte. PRO-MULTILINGUA baut auf den im Rahmen des internationalen Leomep-Programms (1998-2000) erzielten Ergebnissen auf und hat zum Ziel, die mehrsprachigen und interkulturellen Module auch in rumänischer Sprache anzubieten. Diese Module wurden im Rahmen der europäischen Projekte Leomep-Multi 200-2003 und Com-I-N-Europe 2003-2005 entwickelt, Zielgruppe sind Führungskräfte, die sich in ihren Unternehmen mehrsprachiger Kommunikation bedienen. Die 29 Plurilingua Module, auf denen das vorliegende Projekt aufbaut, haben sich in Europa bereits bewährt und wurden von Standesvertretungen, Gewerkschaftsorganisationen, Ausbildungsstätten und Privatunternehmen erfolgreich angewendet.

Das im Rahmen von PRO-MULTILINGUA ins Leben gerufenen Forschungspartenariat im Bereich der angewandten Linguistik zeichnet sich dadurch aus, dass jedes Forschungsteam weitgehend multidisziplinär arbeitet und die auszuarbeitenden Bereiche in hohem Maße abdeckt. Die rumänische Sprache wird sowohl als Ausgangssprache  bzw. –kultur als auch als Zielsprache bzw. –kultur in Kombination mit Deutsch und Französisch eingearbeitet. Dadurch werden Wirtschafsbeziehungen zwischen Rumänien und den traditionellen europäischen Ländern gefördert, in denen insbesondere Französisch oder Deutsch als Verkehrssprache benutzt werden (Frankreich, Belgien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg).

Die Wahl des Französischen und des Deutschen spiegelt die aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten in Rumänien wider: Französisch und Deutsch sprechende Investoren haben in den letzten Jahren ein verstärktes Interesse am rumänischen Markt gezeigt.

Konsortium: Universitatea Babeş-Bolyai, Cluj-Napoca (RO), Universiteit Hasselt, Diepenbeek (BE), University of Vienna, Vienna (AT), CommArt International, Diepenbeek (BE), CAMERA DE COMERT ŞI INDUSTRII, Cluj-Napoca (RO), SA.VIAMED.SRL, ZALAU (RO).

 

 

Quality in Simultaneous Interpreting

Quality in Simultaneous Interpreting

Projektlaufzeit: Oktober 2008 bis Oktober 2010

Kurzbeschreibung: Das Quality in Simultaneous Interpreting-Projekt untersucht den Begriff der Qualität im Bereich Simultandolmetschen aus zwei sich ergänzenden Perspektiven. Eine weltweite and KonferenzdolmetscherInnen gerichtete Online-Umfrage fragt nach den Qualitätsstandards und -normen innerhalb des Berufsfelds. Dabei wird die von den DolmetscherInnen selbst wahrgenommene Rolle und der Einfluss von parasprachlichen Eigenschaften in der Leistung der DolmetscherInnen auf das Verständnis durch das Publikum.

Das Projekt deckt grundlegende Aspekte der durch DolmetscherInnen vermittelten Kommunikation unter Berücksichtigung der Ansprüche der professionellen DolmetscherInnen und die Wirkung der Dolmetschung auf das Publikum.

Projektleiter: Franz Pöchhacker

Websitehttp://quasi.univie.ac.at

Wissens- und Lerntechnologien

Theoretische und methodische Grundlagen integrierter Wissens- und Lerntechnologien - erkenntnistheoretische und kognitive Aspekte, Strategien der Lerncontententwicklung und der didaktischen Wissensorganisation in kooperativer Wissens(Re)Konstruktion

Projektlaufzeit: 2004 bis 2008

Kurzbeschreibung: Im Rahmen des Projekts „Wissens- & Lerntechnologien: Theoretische und methodische Grundlagen integrierter Wissens- und Lerntechnologien“ wurde ein integratives und interdisziplinäres Vorgehensmodell für die Prozesse der kooperativen Wissenskonstruktion, der didaktischen Wissensorganisation sowie der Lerncontententwicklung erstellt. Dieses Vorgehensmodell verbindet mehrere Ebenen, insbesondere die erkenntnistheoretische Reflexion über kooperative Lernvorgänge in eLearning-Umgebungen, die Praxis der Entwicklung von Lerninhalten in unterschiedlichen Fachgebieten, die Organisation und Aufbereitung von Wissen für mediendidaktische und kommunikative Zwecke und die methodische Umsetzung der Ergebnisse solcher Überlegungen in der Gestaltung und Anwendung von Wissens- und Lerntechnologien. 

Neben den Forschungsaspekten wurden auch Strategien für die Entwicklung von Lerninhalten inklusive einer konkreten Metadatenkonzeption für Lernobjekte für die Universität Wien erstellt. Die soziale Dimension der 
Nutzung von Wissens- und Lerntechnologien („social web“, „knowledge web“) wurde aus systemtheoretischer Perspektive untersucht. 

Die Dimensionen der Interkulturalität und der Multilingualität im kooperativen Wissensmanagement wurden ebenso untersucht wie die Auswirkungen der Medienkonvergenz auf das Wissensmanagement im Bereich des Medienübersetzens (z. B. Untertitelung und Synchronisation) und in der Lokalisierung von Software-Applikationen und Webseiten.

Projektleitung: Gerhard Budin

AsylTerm

Terminologiedatenbank für das österreichische Asylwesen


Kurzbeschreibung:

Die Terminologiedatenbank zum österreichischen Asylrecht ist eine mehrsprachige Online-Datenbank mit Einträgen in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch und Serbisch. Das Projekt wurde vom Europäischen Flüchtlingsfonds (EFF) im Programmjahr 2007 gefördert (Laufzeit: Oktober 2007 bis August 2008) und von den Universitäten Wien (Zentrum für Translationswissenschaft) und Graz (Institut für Translationswissenschaft) in Kooperation mit dem Bundesasylamt durchgeführt. 

Die Notwendigkeit einer solchen Terminologiedatenbank ergibt sich einerseits aus der wichtigen Rolle, die Dolmetscher und Übersetzer im Asylverfahren spielen, und andererseits daraus, dass es zum Asylwesen bislang weder spezifische zwei- oder mehrsprachige Fachwörterbücher, noch umfassende und terminologie­wissenschaftlich fundierte Terminologiesammlungen gab. Die Datenbank richtet sich in erster Linie an Dolmetscher und Übersetzer, die im Asylbereich tätig sind, und soll dazu beitragen, durch korrekte und einheitlichere Verwendung der Terminologie die Verfahrensqualität zu verbessern. Darüber hinaus soll sie als Informationsquelle auch Mitarbeitern von Asylbehörden und NGOs sowie anderen Interessenten zur Verfügung stehen. Die besondere Qualität der Asyltermbank besteht darin, dass sie auf termiologiewissenschaftlicher Grundlage in enger Zusammenarbeit mit Sprach- und Fachexperten erstellt wurde. 

Weitere Zielsetzungen bestehen in der Schärfung des Bewusstseins für die Notwendigkeit einer gesicherten, einheitlichen Terminologie für das Asylwesen und in der Verringerung von Sprachbarrieren.

Im Laufe des Projekts wurden unter Berücksichtigung der Wünsche des Bundesasylamts die wichtigsten deutschen Termini des österreichischen Asylverfahrens erfasst – insbesondere jene, die erfahrungsgemäß größere Probleme bei der Übersetzung und Dolmetschung verursachen – ohne jedoch Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. 

Bei der Erarbeitung der zielsprachlichen Äquivalente und der Auswahl der passenden Kontexte stellte sich aufgrund der spezifischen Situation im Bereich der Rechtsterminologie auch in diesem Projekt eine Reihe von Problemen, deren Lösungsansätze in den Benutzerhinweisen eingehender beschrieben sind. 

Der Konzeption und dem Anwendungszweck folgend kann die Termbank nur ausgehend vom Deutschen benutzt werden.

Partner: Universität Wien, Universität Graz

Förderung: Europäischer Flüchtlingsfonds

Zugang: wird ehestmöglich gewährleistet

TouriTermBank

TouriTerm


Kurzbeschreibung: Das Projekt TouriTerm wird in Zusammenarbeit mit dem Centro Studi sul Turismo der Università Cattolica del Sacro Cuore in Brescia (http://www.bs.unicatt.it/centrostuditurismo/) durchgeführt. Projektziel ist die Einrichtung einer Terminologie- und Textdatenbank für den Bereich der Tourismuswirtschaft als Hilfsmittel bei der Erstellung und Übersetzung von informativen und appellativen Texten über Stadt und Provinz Brescia. Gleichzeitig soll sie auch im Fachsprachen-Unterricht zu didaktischen Zwecken eingesetzt werden. 

Die Extraktion der Daten für die Befüllung der Datenbank erfolgt einerseits aus informativen und appellativen Texten über Brescia, die von lokalen Tourismusorganisationen erstellt wurden, andererseits aus deutschen Paralleltexten.

Die erste Projektphase umfasst die Ausarbeitung einer Klassifikation einschlägiger Textsorten und die zunächst manuelle Extraktion der für die Erstellung der Datenbank-Einträge relevanten sprachlichen Daten. 

Im Zug der zweiten Projektphase wird ein Korpus von Paralleltexten erstellt, zunächst in deutscher und in der Folge auch in anderen Sprachen. 

In der letzten Projektphase erfolgt dann die Zuordnung der funktionalen Äquivalente in den Zielsprachen.

Das Projekt wird verantwortlich betreut von Alessandra Lombardi und Costanza Peverati seitens der Università Cattolica del Sacro Cuore in Brescia; seitens des Zentrums für Translationswissenschaft der Universität Wien ist Irmgard Soukup-Unterweger für das Datenmodell und die Umsetzung mit SDL MultiTerm Server verantwortlich.

Der zweite Teil des Projekts dient dem Austausch Studierender der beiden Universitäten. In Brescia bzw. in Wien werden ihnen im Rahmen des Erasmus-Placement-Programms in Zusammenarbeit mit einschlägigen Organisationen unbezahlte Praktikumsplätze auf die Dauer von drei Monaten zur Verfügung gestellt. Die Studierenden werden für die Erstellung, Übersetzung und Revision von Texten aus dem Tourismus-Bereich herangezogen, arbeiten aber auch im Back-Office-Bereich, wirken bei der Organisation und Vorbereitung von Veranstaltungen mit und leisten sprachliche Hilfestellung für BesucherInnen.
Die Ergebnisse der Arbeit der Studierenden werden ebenfalls in die Datenbank einfließen.

Praktikumsplätze werden zur Verfügung gestellt von:
- Assessorato al Turismo, Comune di Brescia
- Assessorato al Turismo, Provincia di Brescia
- Fondazione Brescia Musei
- Bresciatourism
- Cooperativa Cooptur 
- Associazione Strada del Vino Franciacorta 
- Kunsthistorisches Museum
- Naturhistorisches Museum
- Wien Tourismus.

TransCert

Trans-European Voluntary Certification for Translators

Kurzbeschreibung:

Ausgehend von einer Initiative der Generaldirektion Übersetzen der Europäischen Kommission zur Ausarbeitung eines Projekts für eine transeuropäische freiwillige Zertifizierung von ÜbersetzerInnen unterbreitete ein von der Universität Wien geleitetes Konsortium im Februar 2012 einen Vorschlag für ein Projekt mit dem Titel TransCert. Damit reagierte das Konsortium auf einen Aufruf der Europäischen Union zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen des EU-Programms für lebenslanges Lernen. Das Projekt wurde zur Finanzierung angenommen und läuft ab dem 1. Januar 2013 für die Dauer von zwei Jahren. Während das EMT-Netz eine innovative und hochqualitative Übersetzerausbildung im tertiären Bereich bietet, bedarf es der Einführung einer Zertifizierung, mit der sichergestellt ist, dass das lebenslange Lernen ernst genommen wird sowie höchste Qualitätsstandards eingehalten und ein fachliches Niveau garantiert werden. Dies ist das wesentliche Anliegen des TransCert-Projekts, dessen Ziel ein transnationales Zertifizierungssystem auf der Grundlage bewährter Praktiken auf nationaler und institutioneller Ebene ist. Das innovative Zertifizierungsvorhaben von TransCert verbindet bewährte Praktiken bei der Sicherung der Qualität von Übersetzungen (z.B. EN 15038) und der branchenspezifischen Zertifizierung auf europäischer Ebene (z.B. ECQA) sowie internationale Standards auf dem Gebiet der Personenzertifizierung (z. B. ISO 17024 – Allgemeine Anforderungen an Stellen, die Personen zertifizieren).

Das Projektkonsortium und sein internationales Beratungsgremium bestehen aus namhaften Vertretern der drei wesentlichen Interessengruppen bzw. Säulen des Fachgebiets:

Partner: Universitätsprogramme (EMT-Mitglieder wie die Universität Wien, die KU Leuven und das ISIT Paris), Übersetzungsunternehmen (z. B. Intertext und EUATC) sowie EinzelübersetzerInnen vertretende Übersetzerverbände und weitere entsprechende Institutionen und Netzwerke (u. a. FIT, SFT, GALA, EULITA). Die Einbindung aller Interessengruppen in diesem Bereich gewährleistet die Qualität und Nachhaltigkeit der transnationalen freiwilligen Zertifizierung für ÜbersetzerInnen, die auch NichteuropäerInnen und Nicht-EU-Ländern offensteht.

Förderung: Europäische Kommission (LLP - EAC/27/11), Nr. 530940-LLP-1-2012-1-AT-KA3-KA3MP.

Websitehttp://transcert.eu/